„Parasit"
NS-VokabularNutzungshäufigkeit
Dieser Graph zeigt das Wiederaufleben eines historisch belasteten Begriffs: populär während der NS-Diktatur (1933–1945), nach 1945 tabuisiert, bis zur belegten Reaktivierung durch rechtsextreme Akteure in der jüngeren Gegenwart. Dieses Doppel-Gipfel-Muster ist unser Kernkriterium.
Im Nationalsozialismus wurde der Begriff 'Parasit' systematisch zur Diffamierung und Ausgrenzung von Juden eingesetzt. Alexander Bein analysierte dies in seinen Werken 'The Jewish Parasite' (1964) und 'Der jüdische Parasit' (1965). Diese Arbeiten belegen, wie der Begriff ideologisch aufgeladen wurde, um Juden als schädlich und unnütz für die deutsche Gesellschaft darzustellen. Die Verwendung des Begriffs diente dazu, antisemitische Ressentiments zu schüren und die Entrechtung und Verfolgung von Juden zu rechtfertigen. Die Arbeiten von Bein, veröffentlicht im Leo Baeck Institute und den Vierteljahresheften für Zeitgeschichte, sind zentrale Referenzen für die Analyse der NS-Sprache.