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Dieser Graph zeigt das Wiederaufleben eines historisch belasteten Begriffs: populär während der NS-Diktatur (1933–1945), nach 1945 tabuisiert, bis zur belegten Reaktivierung durch rechtsextreme Akteure in der jüngeren Gegenwart. Dieses Doppel-Gipfel-Muster ist unser Kernkriterium.
Der Begriff "Bombenholocaust" ist zwar nicht direkt im Nationalsozialismus entstanden, wird aber durch die Gleichsetzung der Bombardierung Dresdens mit dem Holocaust in den Kontext der NS-Ideologie gestellt. Die bewusste Verwendung des Wortes "Holocaust" dient dazu, die Singularität des NS-Völkermords zu relativieren und zu verharmlosen. Diese Strategie der Geschichtsrevision wird in der Forschung als Versuch der Täter-Opfer-Umkehr analysiert. Die Instrumentalisierung von Leid zur Verharmlosung des Holocaust ist ein bekanntes Muster rechtsextremer Ideologie.